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Wie funktioniert der Bibchat?

Jeden ersten Montag eines Monats von 20 bis 21 Uhr suchen wir, das Team hinter dem Twitter-Account @bibchatde (), den Austausch mit allen, die Bibliotheken spannend finden. Über was diskutiert wird, bestimmt die Twitter-Community per Abstimmung selbst. Auf bibchat.de führen wir im Vorfeld in das gewählte Thema ein. Wer möchte, kann sich also vorbereiten. Jeweils zwei von uns moderieren den Abend. Nachdem sich alle kurz vorgestellt haben, startet die Diskussion. Unter @bibchatde veröffentlichen die Moderatoren im Laufe der Stunde mehrere Fragen. Wenn man auf Frage F1 antworten möchte, beginnt man den Tweet mit A1. Alle Tweets sollten den Hashtag #BIBchatDE beinhalten.

Nach jedem Bibchat erstellen die Moderatoren einen Rückblick im Blog. Außerdem bereiten sie die Diskussion in einem Storify übersichtlich zum Nachlesen auf. Im Bibchat-Archiv werden alle Tweets mit dem Hashtag #BIBchatDE dokumentiert.

Wie kam es zum Bibchat?

Von der Idee bis zur Umsetzung ist gut ein Jahr vergangen. Inspiriert hat uns der #EDchatDE, ein Twitter-Chat für Lehrende. Die Initiative zum Bibchat erfolgte zunächst am Rande des Bibliothekskongresses im März 2016. Die Idee wurde im Rahmen einer Session auf dem Bibcamp in Stuttgart inhaltlich weiterverfolgt. Bei der technischen Umsetzung hat uns der Berufsverband Information Bibliothek (BIB) unterstützt. Im April 2017 konnte der erste Bibchat starten.

Was ist das Ziel des Bibchats?

Mit dem Bibchat wollen wir nicht nur in direkten Kontakt mit Fachkolleginnen und -kollegen treten, wie dies bereits an vielen anderen Stellen erfolgt. Unser Ziel ist es, die Reichweite von Twitter zu nutzen, Bibliotheksinhalte und gesellschaftsrelevante Themen, auf die Bibliotheken reagieren möchten, einem breiteren Publikum bekannt zu machen und im öffentlichen Raum zu diskutieren.

Ein weiterer Aspekt ist das interdisziplinäre Netzwerken und der Ausbau überregionaler Kontakte. Twitter ist nicht das Format, um Themen in aller Tiefe ausschöpfend zu behandeln. Vielmehr möchten wir Impulse für Diskussionen setzen und Menschen mit ähnlichen Fragen und Interessen zusammenbringen.


Welche Erfahrungen haben wir gemacht?

Der erste Bibchat, mit dem wir ein breites Publikum neugierig machen wollten, startete sehr niedrigschwellig mit der Frage „Wozu noch Bibliotheken? Es gibt doch Google!“. Die Themen der nachfolgenden Chats waren konkreter: Veränderung in Bibliotheken, Vernetzung in Communities, Bibliothek als Ort, Arbeit 4.0 und soziale Medien.

Pro Chat nahmen zwischen 50 und 100 Twitterer aktiv teil. Die Mehrheit arbeitet in Bibliotheken, aber es beteiligen sich auch Fachfremde, einschließlich Nutzerinnen und Nutzer, die uns ihre Sicht auf Bibliotheken nahe bringen. Zu Wort gemeldet haben sich auch Auszubildende und Studierende. Das ist gut, weil sich hier neben dem Bibcamp ein weiterer Kommunikationsort zwischen Berufseinsteigern und Erfahrenen etabliert.

Und wie geht es weiter?

Bei Themen, in denen wir uns jeweils nicht voll kompetent fühlen, möchten wir in Zukunft Fachleute aus den jeweiligen Communities für die Gastmoderation gewinnen. Das können Kolleginnen und Kollegen aus wissenschaftlichen Bibliotheken sein, aber auch Leute, die außerhalb der Bibliothekswelt stehen und ihre eigene Community zum Bibchat einladen.

Der Bibchat ist ein Ort des Austausches. Jeder kann teilnehmen und seine Sicht der Dinge einbringen. Deshalb freuen wir uns, wenn viele Menschen mitmachen: Kolleginnen und Kollegen, Nutzerinnen und Nutzer, Partner, Entscheidungsträger und alle, denen Bibliotheken wichtig sind.

Die Initiatorinnen und Initiatoren des Bibchats sind Dirk Ehlen (Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken in NRW), Tanja Erdmenger (Lektorin bei der Münchner Stadtbibliothek), Marlene Neumann (Verantwortliche für Bibliotheksentwicklung, Qualitätsmanagement und digitale Medien in der Erlanger Stadtbibliothek) sowie Stephan Schwering (Leiter der Zentralbibliothek der Stadtbüchereien Düsseldorf).

Beantwortete unsere Fragen: Marlene Neumann (Dipl.-Bibliothekarin, M.A.(LIS) | @marlene_n

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