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„Fachspezifische OA-Workshops und Bereitstellung von OA-Materialien“ (OA-FWM) heißt ein kürzlich gestartetes Forschungsprojekt, das vom BMBF gefördert wird. Projektpartner sind das Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum der Universität Konstanz (KIM), die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen) und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).

Paula Bräuer stellt das Projekt vor. Sie ist Projektmitarbeiterin der CAU Kiel und gleichzeitig Teil der Forschungsgruppe Web Science an der ZBW.

Was ist das Ziel des Projekts?

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, Open Access voranzutreiben. Zu diesem Zweck soll die bestehende Plattform Open-Access.net gestärkt werden. Die fachspezifischen Inhalte auf der Plattform Open-Access.net werden bislang nicht regelmäßig aktualisiert und sind daher zum Teil veraltet. Denn die Betreiber der Plattform können die Aktualisierung alleine nicht leisten. Für die zukünftige regelmäßige Aktualisierung und Pflege der vorhandenen Inhalte sollen fachspezifische Expertinnen und Experten gewonnen werden. Deswegen soll die Plattform um Community-Funktionalitäten erweitert werden.

Dafür soll mit drei bis fünf Fachbereichen gestartet werden. Es sollen Fachexpertinnen und Experten für Open Access aus den einzelnen Fächern persönlich angesprochen werden, zum Beispiel Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Fachreferentinnen und Fachreferenten. Ziel am Ende der Projektlaufzeit in knapp zwei Jahren ist es, dass die Community in diesen drei bis fünf Fächern ins Laufen gekommen ist.

Die Projektpartner aus Konstanz führen Interviews mit Personen aus den verschiedenen Fachbereichen, um deren Bedarfe sowie wichtige Anforderungen der Bereiche festzustellen. Diese sollen später auch für die Erstellung und Pflege der Plattforminhalte gewonnen werden. Auf Basis der Interviews werden dann Materialien für fachspezifische Workshops erstellt. Diese sollen die Workshop-Veranstalter bei der Durchführung der fachspezifischen Workshops unterstützen. Die SUB Göttingen ist ihrerseits für die technische Umsetzung und die Website-Betreuung zuständig. Kiel konzipiert und entwickelt die Community of Practice, also eine Wissenscommunity. Zudem sollen Gamification-Elemente erforscht werden, um so diese Gemeinschaft zu motivieren.

Wie wird die Community of Practice aussehen?

Wie die Community of Practice genau umgesetzt wird, erarbeiten wir gerade. Dafür wird nun ein Konzept erstellt. Innerhalb des Projekts soll auch untersucht werden, wie die Community of Practice in Kombination mit Gamification funktioniert. Dies ist ein wichtiger Bestandteil, da nicht nur die beiden Elemente einzeln betrachtet werden, sondern das Zusammenspiel zwischen Community of Practice und Gamification.

Welche Anreize soll es für die Beteiligung an der Pflege der Inhalte geben?

Es sollen Anreize für die Aktualisierung und Erweiterung der Inhalte auf der Plattform Open-Access.net durch Gamification geschaffen werden. In dem Zuge erforschen wir auch, welche Gamification-Elemente hier als Anreize geeignet sind. Hierbei werden Experimente durchgeführt. Bis zu den Open-Access-Tagen im September 2018 soll ein kleines Experiment, als Vorstudie, auf die Beine gestellt sein und eventuell auch dort durchgeführt werden. Das Ziel ist es, passende Gamification zur Unterstützung bereitzustellen und nicht einfach nur 08/15-Spielelemente zu verwenden.

Unsere Fragen beantwortete: Paula Bräuer

Nach dem Abschluss ihres Masters in Wirtschaftsinformatik an der CAU Kiel mit ihrer Masterarbeit „Gamification und Augmented Reality in der Logistik“ begann Paula Bräuer ihre Arbeit im Projekt „OA-FWM“ an der CAU. Dort ist sie für die Betreuung der Arbeitspakete „Community of Practice“ und „Gamification“ verantwortlich.

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