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Es ist Zeit für ein wenig Statistik! Den Taschenrechner können wir aber zunächst getrost in der Schreibtischschublade lassen. Die folgenden Daten stammen vom Dan Zarrella, der bei Hubspot als Traffic-Analyst arbeitet, einem Unternehmen, das kleinen und mittleren Firmen im Social Web berät. Zarrella hat sich in den vergangenen zwei Jahren die Distributionsmuster von Tweets genauer angesehen und daraufhin Ableitungen angestellt, die ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Die Fragestellung seiner Untersuchung lautete: Was ist die beste Twitter-Zeit?

Zarella hat die Ergebnisse in einer Präsentation (siehe unten) erläutert, ich möchte kurz die wichtigsten Punkte zusammenfassen:

1.) Wer Wert auf viele Follower legt, muss auch viel twittern. Zarrella hat herausgefunden, dass die vielbeachteten Nutzer (jene, mit vielen Followern) bis zu 22 Mal pro Tag twittern.

2.) Wer den Twitter-Traffic auf eigene Webangebote umleiten möchte, sollte hingegen die Aktivität herunterfahren: Accounts, die mehr als zwei Links pro Stunde veröffentlichen, lotsen weniger Follower auf externe Seiten, als jene, die es bei einem Link pro Stunde belassen.

3.) Der Trick besteht darin, nicht lauter als die anderen zu sein – sondern dann Nachrichten zu platzieren, wenn das Grundrauschen am leisesten ist: Der späte Nachmittag oder das Wochenende bietet sich an, wenn Blogs und andere Online-Medien den Output reduzieren.

4.) Tweets können ruhig mehrfach veröffentlicht werden – etwa bis zu drei Mal am Tag und mit einigen Stunden Abstand. Die Überlebenszeit eines einzelnen Tweets ist im Echtzeitnetz so gering, dass man mit einer einzigen Botschaft oft nur wenig Follower erreicht. Wer sich inhaltlich wiederholt, sollte jedoch darauf achten, dass die Formulierungen variieren.

Reichlich spannende Erkenntnisse. Wenn man sie ernst nimmt, bedeutet das, dass der ambitionierte Twitter-Nutzer zunächst viel Content veröffentlichen sollte, um die kritische Masse an Followern zu erreichen: Erst dann sollte die Taktfrequenz heruntergefahren und an eher ruhigen Stunden auf die eigenen Angebote verwiesen werden.

Wer sich auf Twitter neu positionieren möchte, sollte zunächst aber eine Bestandsaufnahme machen. Auch dafür hat Zarrella eine Lösung parat. Unter TweetWhen.com lässt sich der eigene Account analysieren: Wir erfahren an welchem Tag und um welche Uhrzeit die eigenen Tweets am häufigsten retweetet werden. Bei unserem noch jungen Account @ZBW_MediaTalk ist dies dienstags, gegen 11 Uhr morgens (siehe Diagramm links). Mich würde interessieren, wie dies bei unseren Lesern aussieht…

Anbei nun die versprochene Präsentation: Neben Twitter (und dem Blogging) wird dort ebenfalls das System Newsletter ein wenig näher betrachtet. Auch beim Mail-Versand an die Kunden gelten ähnliche Regeln. Die kritischste Phase ist in den ersten Tagen, nachdem ein Kunde den Newsletter abonniert hat. Ist er in diesem Zeitraum von Inhalten nicht überzeugt, so springt er schnell ab.

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