{"id":37457,"date":"2020-11-18T13:55:01","date_gmt":"2020-11-18T13:55:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/?p=37457"},"modified":"2023-12-21T14:40:09","modified_gmt":"2023-12-21T14:40:09","slug":"open-science-und-organisationskultur-offenheit-als-kernwert-in-der-zbw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/2020\/11\/open-science-und-organisationskultur-offenheit-als-kernwert-in-der-zbw\/","title":{"rendered":"Open Science und Organisationskultur: Offenheit als Kernwert in der ZBW"},"content":{"rendered":"<div class='__iawmlf-post-loop-links' style='display:none;' data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:2377,&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.zbw.eu\\\/fileadmin\\\/pdf\\\/ueber-uns\\\/2020-handlungsfeld-offenheit.pdf&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/web-wp.archive.org\\\/web\\\/20251231014618\\\/https:\\\/\\\/www.zbw.eu\\\/fileadmin\\\/pdf\\\/ueber-uns\\\/2020-handlungsfeld-offenheit.pdf&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-05 08:52:25&quot;,&quot;http_code&quot;:206},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-08 14:15:13&quot;,&quot;http_code&quot;:503}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-08 14:15:13&quot;,&quot;http_code&quot;:503},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;},{&quot;id&quot;:4848,&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.zbw.eu\\\/de\\\/forschung\\\/klaus-tochtermann&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/web-wp.archive.org\\\/web\\\/20240114013127\\\/https:\\\/\\\/www.zbw.eu\\\/de\\\/forschung\\\/klaus-tochtermann\\\/&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-17 11:24:28&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-09 23:50:47&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-13 19:04:40&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-13 19:04:40&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;},{&quot;id&quot;:1754,&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.zbw.eu\\\/de&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/web-wp.archive.org\\\/web\\\/20260227083116\\\/https:\\\/\\\/www.zbw.eu\\\/de\\\/&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-13 20:44:29&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-19 13:20:14&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-22 23:48:21&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-29 13:55:19&quot;,&quot;http_code&quot;:503},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-02 09:56:50&quot;,&quot;http_code&quot;:503},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-12 13:16:14&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-15 16:09:55&quot;,&quot;http_code&quot;:503}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-15 16:09:55&quot;,&quot;http_code&quot;:503},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;},{&quot;id&quot;:2184,&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/twitter.com\\\/ktochtermann&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/web-wp.archive.org\\\/web\\\/20251112204014\\\/https:\\\/\\\/twitter.com\\\/ktochtermann&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-13 23:13:35&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-15 05:02:17&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-15 05:02:17&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'><\/div>\n<p><b>Im Interview mit Klaus Tochtermann<\/b><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/KT-Autor-rundweiss-200x200-1.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"200\" class=\"aligncenter size-full wp-image-37461\" srcset=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/KT-Autor-rundweiss-200x200-1.jpg 200w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/KT-Autor-rundweiss-200x200-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/KT-Autor-rundweiss-200x200-1-100x100.jpg 100w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/KT-Autor-rundweiss-200x200-1-76x76.jpg 76w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/KT-Autor-rundweiss-200x200-1-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/p>\n<p>Die ZBW engagiert sich seit Jahren bei der Erforschung von Open Science, beim Aufbau geeigneter Infrastrukturen sowie in der wissenschaftspolitischen Beratung zu Open Science. Dies hat auch Auswirkungen auf den Arbeitsalltag und die Organisationskultur, die zunehmend durch das Prinzip der Offenheit gepr\u00e4gt werden. Um Aspekte von Open Science wie Partizipation, Kollaboration, Zug\u00e4nglichkeit, Nachnutzung sowie Transparenz intern strategisch zu f\u00f6rdern, wurde an der ZBW das Eckpunktepapier <a href=\"https:\/\/www.zbw.eu\/fileadmin\/pdf\/ueber-uns\/2020-handlungsfeld-offenheit.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8220;Offenheit als Handlungsfeld f\u00fcr die ZBW&#8221;<\/a> (PDF) erarbeitet,  das den eigenen Handlungsrahmen f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre absteckt. Im Interview erkl\u00e4rt Klaus Tochtermann die Hintergr\u00fcnde dieses Papiers und welche Ziele damit verbunden sind.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #336699;\">Warum hat die ZBW dieses Eckpunktepapier auf den Weg gebracht? <\/span><\/h4>\n<p>Die ZBW befasst sich seit vielen Jahren mit Open Science und seinen konkreten Merkmalen. Dabei ist sie auch im Bereich der wissenschaftspolitischen Beratung auf nationaler und internationaler Ebene zu allen Offenheitsthemen in den entsprechenden Gremien aktiv. <\/p>\n<p>Irgendwann stellt man sich als Organisation dann die Frage: Was bedeutet die Umsetzung von Open Science eigentlich f\u00fcr die eigene Einrichtung? Das war f\u00fcr uns der Impuls, f\u00fcr die ZBW eine Position zu definieren, wie wir im eigenen Tun, also in den eigenen Arbeitspraktiken mit Open-Science-Themen umgehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist das Teil der Authentizit\u00e4t der ZBW. Weil wir uns nach au\u00dfen hin sehr stark f\u00fcr Open Science einsetzen, ist es wichtig, dass wir auch intern eine Position haben \u2013 mit konkreten Handlungsfeldern und Zielen, die man f\u00fcr das eigene Tun erreichen m\u00f6chte.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #336699;\">Welche Themen werden in dem Papier adressiert? Wie wurden diese ausgew\u00e4hlt? <\/span><\/h4>\n<p>Wir adressieren insgesamt sechs Themen: zwei kulturelle und vier inhaltliche. Bei den kulturellen handelt es sich um <\/p>\n<ol>\n<li>&#8220;Wissensvermittlung und Kultur der Offenheit&#8221;<\/li>\n<li>sowie &#8220;Offenes kollaboratives Arbeiten&#8221;.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Diese kulturellen Themen haben wir aufgegriffen, weil es wichtig ist, nicht nur inhaltlich an Open-Science-Themen zu arbeiten und sich daf\u00fcr einzusetzen, sondern auch an der grunds\u00e4tzlichen Einstellung der Besch\u00e4ftigten. Nur wenn das Bewusstsein f\u00fcr Offenheit in der eigenen Arbeit vorhanden ist, kann man diese Themen auch inhaltlich weiterentwickeln.<\/p>\n<p>Neben diesen beiden kulturellen Themen haben wir anhand von g\u00e4ngigen Definitionen im Bereich Open Science diese vier inhaltlichen, f\u00fcr die ZBW relevanten Themenbl\u00f6cke entwickelt: <\/p>\n<ol>\n<li> Open Access (OA),<\/li>\n<li>Open Data \/ FAIR Data, <\/li>\n<li>Open Source Software<\/li>\n<li> und Open Educational Resources (OER).<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir sind in diesen Bereichen bereits aktiv. Beispielsweise haben wir offene Katalogdaten, oder eigene Softwareentwicklungen sind als Open Source verf\u00fcgbar. Aber dies wird noch unterschiedlich gehandhabt, z.B. wann wird etwas offen gestellt und unter welcher Lizenz. Dies wird mit Hilfe des Eckpunktepapiers zuk\u00fcnftig einheitlich geregelt. <\/p>\n<p>Bedeutend ist auch zu akzeptieren, dass Offenheit nicht alle Arbeitsbereiche gleicherma\u00dfen betrifft. Aber zumindest sollten alle Besch\u00e4ftigen sich einmal damit auseinandergesetzt haben, welche Ankn\u00fcpfungspunkte die eigene Arbeit mit dem Thema Offenheit hat. <\/p>\n<h4><span style=\"color: #336699;\">Welche Kernbotschaft sendet das Papier aus? Was ist das Besondere daran? <\/span><\/h4>\n<p>\u00dcblicherweise wird sich vor allem mit offenen Praktiken in Forschungsprozessen besch\u00e4ftigt, aber diese Praktiken k\u00f6nnen auch jenseits der Forschung eingesetzt werden. Uns war wichtig, diese anderen T\u00e4tigkeitsfelder, die man insbesondere auch in wissenschaftlichen Bibliotheken antrifft, mehr in den Fokus zu r\u00fccken. <\/p>\n<p>Das Besondere am Eckpunktepapier sind seine zwei Dimensionen: die (organisations-)kulturellen und die inhaltlichen. Der kulturelle Wandel passiert nicht von selbst. Man muss ein Bewusstsein daf\u00fcr schaffen. Wir haben uns gefragt: Wo k\u00f6nnen wir in der ZBW in m\u00f6glichst vielen T\u00e4tigkeitsbereichen zu etwas mehr Offenheit beitragen? <\/p>\n<p>Daher haben wir uns bewusst daf\u00fcr entschieden, nicht \u2013 wie h\u00e4ufig verwendet \u2013 von einer \u201e(Open-Science-)Policy\u201c zu sprechen, sondern \u00fcber ein Eckpunktepapier, das die Position der ZBW zum Thema Offenheit festlegt. <\/p>\n<h4><span style=\"color: #336699;\">Wie ist das Papier entstanden? Wie war der Prozess dahinter?<\/span><\/h4>\n<p>Zun\u00e4chst haben wir Verantwortliche f\u00fcr die sechs Themenfelder definiert. Diese sechs Personen haben eigene Arbeitsgruppen (AGs) gebildet. Daraus entwickelte sich ein gro\u00dfer Beteiligungsprozess: Letztlich haben 30 Besch\u00e4ftigte bei der Erstellung des Eckpunktepapiers mitgewirkt.<\/p>\n<p>Zum Start gab es ein Treffen mit den sechs Themenverantwortlichen und mir, bei dem die Intention des Papiers besprochen wurde. Der springende Punkt war, ob wir mit dem Papier eine Position der ZBW f\u00fcr das Wirken nach au\u00dfen festlegen, oder ob wir nicht vielmehr unser eigenes Tun im Hinblick auf Offenheit definieren wollen. Das war eine relativ lange Diskussion, die bis zum Ende des Prozesses angehalten hat. Danach wurde in den Arbeitsgruppen gearbeitet.<\/p>\n<p>Als dann die Ergebnisse zusammengetragen wurden, wurde deutlich, dass auf sehr unterschiedlichen Detailniveaus gearbeitet wurde: Bei einigen Arbeitsgruppen ging es schon um sehr konkrete Umsetzungsma\u00dfnahmen, w\u00e4hrend andere Metaziele definiert haben. Hier musste eine Feinjustierung stattfinden. Wir haben uns darauf verst\u00e4ndigt, dass wir bei der Handreichung an den Zielen arbeiten und nicht schon an Umsetzungsoptionen. So konnten wir die Arbeit der AGs in eine gemeinsame Richtung steuern und f\u00fcr alle sechs Themenfelder Ziele auf gleichem Abstraktionsniveau finden. <\/p>\n\n<div style=\"font-size: 10pt; line-height: 1.5em;\">Eckpunktepapier <a href=\"https:\/\/www.zbw.eu\/fileadmin\/pdf\/ueber-uns\/2020-handlungsfeld-offenheit.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8220;Offenheit als Handlungsfeld f\u00fcr die ZBW&#8221;<\/a><\/div>\n<p>Am Ende hat sich aus dem starken Beteiligungsprozess und der intensiven Diskussion \u00fcber die Zielsetzung ein Dokument eingependelt, mit einer Zielsetzung, die das eigene Tun der ZBW definiert. Vor Ver\u00f6ffentlichung habe ich das Papier dann in zwei Treffen der gesamten Belegschaft intern vorgestellt. Dabei habe ich auch die Intention und den Aufbau erl\u00e4utert und exemplarisch Ziele und Handlungsfelder aufgezeigt. <\/p>\n<h4><span style=\"color: #336699;\">Wie geht es jetzt weiter? Wie werden die Inhalte aus dem Papier mit Leben gef\u00fcllt? Was sind dabei die gro\u00dfen Herausforderungen? <\/span><\/h4>\n<p>Das Eckpunktepapier hat einen Zukunftshorizont bis 2025. Zur Umsetzung der Ziele habe ich alle Themenverantwortlichen gebeten, f\u00fcr den eigenen Bereich m\u00f6glichst ein Ziel pro Jahr zu definieren, das in dem jeweiligen Jahr erreicht werden soll. Dadurch findet eine kontinuierliche Auseinandersetzung statt, es werden konkrete Ziele angegangen und Rahmenbedingungen geschaffen f\u00fcr Aspekte, die bisher nicht klar definiert waren.<\/p>\n<p>Herausfordernd wird es sicherlich, wenn Ziele adressiert werden, die nicht rein von einer einzelnen Gruppe erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen, sondern von mehreren involvierten Abteilungen erreicht  werden m\u00fcssen. Das betrifft vor allem die beiden kulturellen Bereiche. Dann stellt sich ein gr\u00f6\u00dferer Aufwand bei der Koordinierung und Fortschreibung ein. Wir haben zum Beispiel Checklisten als ein Ziel formuliert, \u00fcber die man Hilfestellungen zu \u201eguten\u201c, offenen Tools oder offene \u201eAblageorte\u201c f\u00fcr unsere Vortragsfolien anbietet. Das ist nat\u00fcrlich etwas hochgradig Dynamisches. Wenn wir heute geeignete Werkzeuge definieren, wie zum Beispiel Zenodo, k\u00f6nnen in zwei Jahren ganz andere sinnvoll sein. Die Herausforderung ist, dass wir uns in einem dynamischen Feld bewegen und die Bewegung in der Bewegung immer wieder einfangen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich fangen wir nicht bei null an, weil wir in vielen Open-Science-Bereichen schon lange t\u00e4tig sind, bei Open Source oder Open Data beispielsweise. Trotzdem wird nie der Zustand erreicht sein, in dem eines der Ziele 100%ig erreicht ist, eben weil das Umfeld so dynamisch ist. Das hei\u00dft, wir m\u00fcssen es stetig beobachten und diese neuen Entwicklungen in Richtung Offenheit abbilden. Was wir anstreben, ist eine bessere Koordinierung, Fokussierung, Systematisierung und B\u00fcndelung der bestehenden Aktivit\u00e4ten im Haus.<\/p>\n<p>Ich bin fest davon \u00fcberzeugt, dass im Jahr 2023\/2024 schon erste Anpassungen stattfinden m\u00fcssen, weil sich bis dahin die Open-Science-Bewegung so enorm weiterentwickelt hat. Ein konkretes Beispiel ist das gerade in Gr\u00fcndung befindliche German Reproducibility Network (GRN) in Deutschland, das auch viel mit Offenheit zu tun hat, aber das Thema ist in der Handreichung noch \u00fcberhaupt nicht adressiert.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #336699;\">Inwiefern k\u00f6nnten andere Bibliotheken das Eckpunktepapier f\u00fcr sich nutzen? Sind die konkreten Umsetzungen nachnutzbar?  <\/span><\/h4>\n<p>Was Open Science angeht, passiert bei wissenschaftlichen Bibliotheken und Infrastruktureinrichtungen schon viel. Offene Katalogdaten ist hier beispielsweise ein gro\u00dfes Thema. Bibliotheken bekommen durch das Eckpunktepapier ein Spektrum er\u00f6ffnet, was Open Science in Infrastruktureinrichtungen bedeuten kann. Es soll deutlich machen: Bei Open Science geht es nicht nur um offene Wissenschaft, sondern auch um offene Infrastruktur f\u00fcr offene Wissenschaft. Das ist eine Dimension, die durch das Papier adressiert wird und die f\u00fcr andere Bibliotheken einen gewissen Neuheitswert hat.<\/p>\n<p>Bei der Nachnutzbarkeit der konkreten Umsetzung sind sicher offene Bildungsressourcen zur Vermittlung von Informationskompetenz und offene Daten Themen, die auch f\u00fcr andere Bibliotheken eine gro\u00dfe Rolle spielen k\u00f6nnen. Unsere Umsetzung kann hier beispielhaften Charakter haben, wie man Offenheit f\u00fcr die verschiedenen inhaltlichen Dimensionen gestalten kann. <\/p>\n<p>Das hei\u00dft nicht, dass andere das genauso machen m\u00fcssen, aber es stiftet Orientierung f\u00fcr Einrichtungen, die sich bisher noch nicht so leicht damit getan haben, Open Science f\u00fcr sich zu interpretieren. Deswegen ist das Eckpunktepapier sehr n\u00fctzlich f\u00fcr andere Einrichtungen unserer Art.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #336699;\">Welche Empfehlungen k\u00f6nnten andere Bibliotheken mitnehmen, die mehr Offenheit leben und Open Science f\u00f6rdern wollen?<\/span><\/h4>\n<p>Wir sind \u00fcberzeugt, dass offene Wissenschaft ohne offene Infrastruktur nicht gut funktioniert. Meine Empfehlung f\u00fcr wissenschaftliche Bibliotheken ist deswegen, dass sie zur F\u00f6rderung von Open Science f\u00fcr sich selbst definieren, was Offenheit f\u00fcr sie bedeutet. Dann ist die ganze Wirkungskette offen abgebildet \u2013 nicht nur die der Wissenschaft. Denn die offene Infrastruktur ist eben auch enorm wichtig.<\/p>\n<p><b>Das k\u00f6nnte Sie auch interessieren:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.zbw.eu\/fileadmin\/pdf\/ueber-uns\/2020-handlungsfeld-offenheit.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Offenheit als Handlungsfeld f\u00fcr die ZBW \u2013 Eckpunktepapier 2020-2025<\/a> (PDF) <\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/2019\/04\/open-science-conference-2019-jetzt-werden-die-empfehlungen-umgesetzt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Open Science Conference 2019: Jetzt werden die Empfehlungen umgesetzt<\/a> <\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/2018\/04\/open-science-conference-2018-auf-dem-weg-in-die-praxis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Open Science Conference 2018: Auf dem Weg in die Praxis!<\/a> <\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/2020\/09\/open-science-training-erfolgreich-in-europaeische-forschungsbibliotheken-implementieren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Open-Science-Training: Erfolgreich in europ\u00e4ische Forschungsbibliotheken implementieren<\/a> <\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/2019\/04\/innovationsworkshop-wie-bibliotheken-digitalitaet-aktiv-gestalten-koennen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Innovationsworkshop: Wie Bibliotheken Digitalit\u00e4t aktiv gestalten k\u00f6nnen<\/a> <\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/2018\/12\/neue-open-science-reports-wie-man-eosc-und-fair-in-die-praxis-umsetzt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Neue Open Science Reports: Wie man EOSC und FAIR in die Praxis umsetzt<\/a> <\/li>\n<\/ul>\n<div class='eckosc eckosc_contrast_block'><div class='eckosc_contrast_block_inner'>\n<b>Wir sprachen mit Klaus Tochtermann<\/b><\/p>\n<p><b><a href=\"https:\/\/www.zbw.eu\/de\/forschung\/klaus-tochtermann\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Prof. Dr. Klaus Tochtermann<\/a><\/b> ist Direktor der <a href=\"https:\/\/www.zbw.eu\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ZBW<\/a> &#8211; Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft. Seit vielen Jahren engagiert er sich auf nationaler und internationaler Ebene f\u00fcr Open Science. Er ist Mitglied im Vorstand der EOSC Association (European Open Science Cloud). Er ist auch auf <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ktochtermann\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Twitter<\/a> zu finden.<br \/>\nPortr\u00e4t: ZBW&copy;, Fotograf: Sven Wied<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Open Science hat sich zu einem wesentlichen Arbeitsschwerpunkt f\u00fcr die ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft entwickelt. In einem partizipativ entwickelten Eckpunktepapier wird nun dargelegt, wie die Prinzipien der Offenheit f\u00fcr die eigene Arbeit strategisch aufgegriffen und die Umsetzung offener Praktiken unter den Besch\u00e4ftigten gezielt gef\u00f6rdert werden. Prof. Klaus Tochtermann, Direktor der ZBW, erl\u00e4utert die Bedeutung des Papiers im Interview. <\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":37550,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_has_post_settings":[],"footnotes":""},"categories":[1147],"tags":[1479,2321,2330,1573,1842],"hashtags":[],"class_list":["post-37457","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-open-science-de","tag-bibliotheken","tag-handreichung","tag-kulturwandel","tag-offenheit","tag-zbw-de"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37457","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=37457"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37457\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42362,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37457\/revisions\/42362"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/37550"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=37457"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=37457"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=37457"},{"taxonomy":"hashtags","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/hashtags?post=37457"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}