{"id":35476,"date":"2020-02-27T10:30:00","date_gmt":"2020-02-27T10:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/?p=35476"},"modified":"2022-03-02T08:51:23","modified_gmt":"2022-03-02T08:51:23","slug":"workshop-so-wird-die-open-science-praxis-in-den-wirtschaftswissenschaften-attraktiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/2020\/02\/workshop-so-wird-die-open-science-praxis-in-den-wirtschaftswissenschaften-attraktiv\/","title":{"rendered":"Workshop: So wird die Open-Science-Praxis in den Wirtschaftswissenschaften attraktiv"},"content":{"rendered":"<div class='__iawmlf-post-loop-links' style='display:none;' data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:2803,&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.zbw.eu\\\/de\\\/ueber-uns\\\/veranstaltungen\\\/oekonomenworkshop-2020&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/web-wp.archive.org\\\/web\\\/20260314033625\\\/https:\\\/\\\/www.zbw.eu\\\/de\\\/ueber-uns\\\/veranstaltungen\\\/oekonomenworkshop-2020&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-19 17:46:41&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-27 18:38:12&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-07 14:07:00&quot;,&quot;http_code&quot;:503}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-07 14:07:00&quot;,&quot;http_code&quot;:503},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'><\/div>\n<p><b>von Dr. Christian Breuer, Dr. Tamara Pianos, Dr. Guido Scherp, Olaf Siegert und Dr. Doreen Siegfried<\/b><\/p>\n<p>Am 17. Februar 2020 fand in der ZBW in Hamburg ein Workshop &#8220;<a href=\"https:\/\/www.zbw.eu\/de\/ueber-uns\/veranstaltungen\/oekonomenworkshop-2020\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Open Science in den Wirtschaftswissenschaften \u2013 From Politics to Practice<\/a>&#8221; zusammen mit zw\u00f6lf Forschenden und Lehrenden aus den Wirtschaftswissenschaften statt. Open Science in der Wirtschaftsforschung wurde hier einmal ganz alltagspraktisch unter die Lupe genommen:<\/p>\n<ul>\n<li>\tUnter welchen Bedingungen ist Open Science f\u00fcr Wirtschaftsforschende pers\u00f6nlich attraktiv und wie k\u00f6nnten sie sich ein pers\u00f6nliches Engagement konkret vorstellen?<\/li>\n<li>\tWelche Informationen zum Thema Open Science w\u00fcrden Wirtschaftsforschenden pers\u00f6nlich weiterhelfen?<\/li>\n<li>\tWie sch\u00e4tzen Wirtschaftsforschende die Bedeutung von Open Source in den Wirtschaftswissenschaften ein?<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Offene Praktiken zur Selbstvermarktung im Wissenschaftsbetrieb nutzen<\/h4>\n<p>Zu Beginn erl\u00e4uterte Prof. Dr. Isabella Peters, Professorin f\u00fcr Web Science an der ZBW, in <a href=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/2020-02-17_-_Warum_Open_Science_\u00d6konomenworkshop.pdf\">ihrem Vortrag<\/a> (PDF) die Idee und Bedeutung von Open Science f\u00fcr die Wissenschaft. Dazu stellte sie einige Praxisbeispiele vor und betonte, dass sich Faktoren f\u00fcr Offenheit wie Online-Zug\u00e4nglichkeit, Open Access und Datenverf\u00fcgbarkeit positiv auf Zitationen auswirken k\u00f6nnen. Grunds\u00e4tzlich seien viele Praktiken transparenter Wissenschaft auch im Sinne einer  Profilierung im Wissenschaftsbetrieb nutzbar. Als Einsteigertipps formulierte sie: <\/p>\n<ol>\n<li>Erstellen Sie eine eigene Profilwebsite.<\/li>\n<li>Ver\u00f6ffentlichen Sie eigene Publikationen parallel auf genau dieser Profilwebsite, auf der Institutshomepage oder auf Dokumentenservern.<\/li>\n<li>\u00dcberlegen Sie sich genau Ihr konkretes Ziel (etwa wen m\u00f6chten Sie erreichen und was sollen Ihre Forschungsergebnisse bewirken?), um dann die geeigneten digitalen Instrumente auszuw\u00e4hlen.<\/li>\n<\/ol>\n<h4>Open Science ist im Maschinenraum der Forschung angekommen<\/h4>\n<p>Die Rolle von Open Science in den Wirtschaftswissenschaften wurde 2019 auch auf der Jahrestagung der wirtschaftswissenschaftlichen Fachgesellschaft \u201eVerein f\u00fcr Socialpolitik\u201c <a href=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/2019\/10\/open-science-im-maschinenraum-der-forschung-angekommen-zbw-panel-auf-der-vfs-jahrestagung-2019\/\">in einem Panel<\/a> diskutiert. Dr. Willi Scholz, wissenschaftspolitischer Referent der ZBW, stellte beim Workshop in Hamburg die Ergebnisse des Panels vor. Demnach seien die Prinzipien offener Wissenschaft  im \u201eMaschinenraum der Forschung\u201c angekommen und ein kultureller Wandel in Richtung Open Science habe insbesondere bei den j\u00fcngeren Forschenden eingesetzt. Das \u201eGesch\u00e4ftsmodell der Wissenschaft\u201c der letzten f\u00fcnf bis zehn Jahre sei somit in Zukunft nicht mehr tragf\u00e4hig. Pr\u00e4registrierung und Replikationsstudien aber auch neue qualitative Indikatoren seien wichtige Bet\u00e4tigungsfelder. F\u00fcr die Umsetzung sei allen voran die Wissenschaft selbst gefragt und weniger die Wissenschaftspolitik. <\/p>\n<h4>\u00d6konominnen und \u00d6konomen sehen gro\u00dfen Unterst\u00fctzungsbedarf<\/h4>\n<p>Dr. Guido Scherp, Leiter der Abteilung \u201eOpen-Science-Transfer\u201c an der ZBW, stellte in <a href=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/2020-02-17_-_OS-Studie__\u00d6konomenworkshop.pdf\">seinem Vortrag<\/a> (PDF) erste Ergebnisse einer neuen Studie zu Open Science in der Wirtschaftsforschung vor: Open Science ist als Begriff bei \u00d6konominnen und \u00d6konomen durchaus gel\u00e4ufig, und es gibt eine breite Zustimmung zu allgemeinen Open-Science-Prinzipien. Die Anwendung konkreter Praktiken ist aber   aufgrund fehlender Reputation, Anreize, Zeit, aber auch Unterst\u00fctzung eher gering. Die Studie zeigte einen erheblichen Unterst\u00fctzungsbedarf bei konkreten Open-Science-Praktiken auf. <\/p>\n<p><center><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-1024x569.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"569\" class=\"aligncenter size-large wp-image-35485\" srcset=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-1024x569.png 1024w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-300x167.png 300w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-768x427.png 768w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-1536x854.png 1536w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-2048x1138.png 2048w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-1920x1067.png 1920w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-1680x934.png 1680w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-1240x689.png 1240w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-860x478.png 860w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-680x378.png 680w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-500x278.png 500w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-400x222.png 400w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-250x139.png 250w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-200x111.png 200w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-100x56.png 100w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-76x42.png 76w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wiwi-studie-2020-50x28.png 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><small>Auszug aus \u201eErgebnisse der Umfrage zu Open Science in der Wirtschaftsforschung\u201c, Dr. Guido Scherp &#8211; <a href=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/2020-02-17_-_OS-Studie__\u00d6konomenworkshop.pdf\">PDF-Download<\/a><small><\/center><\/p>\n<p>Nach den Impulsvortr\u00e4gen wurde in drei parallelen Sessions je eine der zentralen Fragen des Workshops diskutiert. <\/p>\n<h4>Was sind attraktive Bedingungen f\u00fcr Open Science?<\/h4>\n<p>Bereits bei den ersten Karriereschritten (Promotion, Habilitation) muss Open Science unmittelbar mit Anerkennung verbunden werden. Die Aus\u00fcbung von Open Science sollte zum Karriere-Booster werden und nicht zum Hemmschuh. Derzeit werden durch Berufungsvoraussetzungen wie den Publikations-Impact falsche Anreize gesetzt. Open- Science-Praktiken werden hingegen allenfalls indirekt unterst\u00fctzt, etwa wenn eine hochrangige Fachzeitschrift voraussetzt, dass die verwendeten Daten \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich gemacht werden. Open-Acces-Publikationen oder Replikationsstudien, die zu Wissensdiffusion beitragen und die Glaubw\u00fcrdigkeit der empirischen Wirtschaftsforschung erh\u00f6hen k\u00f6nnen, werden jedoch bisher nur wenig honoriert.<\/p>\n<p>Auch das Teilen von relevanten Forschungsdaten wird zum Hemmschuh f\u00fcr eine wissenschaftliche Karriere, wenn diese in der Folge von anderen f\u00fcr eine hochrangige Publikation verwendet werden k\u00f6nnen, die der eigenen Forschung im Weg stehen k\u00f6nnten. Da einschl\u00e4gige Rankings (wie das Handelsblatt-Ranking) ausschlie\u00dflich auf die Reputation von Journals abstellen, wird das Teilen von Daten selbst dann nicht honoriert, wenn der dazugeh\u00f6rige Artikel, in dem die Daten beschrieben werden, h\u00e4ufig zitiert wird. Es sei denn, dieser ist in einem hochkar\u00e4tigen Fachjournal publiziert, was f\u00fcr rein datenbasierte Artikel eher untypisch ist sowie in der Regel mit erheblicher zeitlicher Verz\u00f6gerung verbunden ist. Der Kreis der Workshopteilnehmenden war sich einig, dass Promotionsordnungen und Berufungsverfahren das Engagement f\u00fcr Open Science anerkennen m\u00fcssten. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-2.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" class=\"alignleft size-full wp-image-35489\" srcset=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-2.jpg 1024w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-2-860x574.jpg 860w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-2-680x454.jpg 680w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-2-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-2-400x267.jpg 400w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-2-250x167.jpg 250w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-2-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-2-100x67.jpg 100w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-2-76x51.jpg 76w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-2-50x33.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Die gute (internationale) Sichtbarkeit wurde als ein zentraler Vorteil von Open Science hervorgehoben. Dabei geht es neben der pers\u00f6nlichen Sichtbarkeit  auch um die erh\u00f6hte Sichtbarkeit von (Rand-)Themen.<\/p>\n<p>Da umst\u00e4ndliche Bedienungsanleitungen oder Klickpfade der Tod aller Open-Science-Apps seien, wurde zudem die einfache Handhabbarkeit von Open-Science-Anwendungen gefordert.  <\/p>\n<h4>Wie k\u00f6nnen sich Wirtschaftsforschende selbst engagieren?<\/h4>\n<p>Als Beispiele f\u00fcr die \u00d6ffnung der Wissenschaft aus ihrer t\u00e4glichen Praxis nannten die Anwesenden den offenen Zugang zu selbst verfassten Lehrb\u00fcchern, die Ver\u00f6ffentlichung \u00e4lterer eigener Forschungsdaten und das Teilen eigener Infografiken aus Vorlesungsskripten oder Lehrb\u00fcchern. Ein Reminder (\u201eHaben Sie an Ihre Zweitver\u00f6ffentlichungsoptionen gedacht?\u201c) k\u00f6nnte dabei helfen, alles frei verf\u00fcgbar zu machen, bei dem es keine rechtlichen Bedenken gibt.<\/p>\n<h4>Was sind hilfreiche Informationen zum Thema Open Science?<\/h4>\n<p>Grunds\u00e4tzlich formulierten die Workshop-Teilnehmenden den Wunsch nach einem zentralen Informationsportal zum Thema \u201eOpen Science\u201c, in dem Informationen zu den zugeh\u00f6rigen Teilbereichen  aus der Perspektive als Autorin oder Autor dargeboten wird. Als besonders relevant wurden dabei rechtliche Fragen und Fragen rund um Open Access genannt. Erg\u00e4nzend wurde angemerkt, dass eine breitfl\u00e4chige Vermarktung eines solchen Informationsportals wichtig sei.<\/p>\n<h4>Welche Bedeutung hat Open Source?<\/h4>\n<p>In den Wirtschaftswissenschaften l\u00e4sst sich ein hohes Bewusstsein f\u00fcr die Nutzung von Open-Source-Software beobachten. Klassiker sind beispielsweise R und Python in der Datenanalyse. Aber auch Software wie LibreOffice\/OpenOffice (Textverarbeitung), Inkscape (Vektorgrafiken) und Scribus (Erstellung von Postern) werden als Ersatz f\u00fcr kommerzielle \u201eStandardsoftware\u201c eingesetzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften.jpg\" alt=\"\" width=\"500\"class=\"alignleft size-full wp-image-35487\" srcset=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften.jpg 1000w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-860x574.jpg 860w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-680x454.jpg 680w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-500x334.jpg 500w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-400x267.jpg 400w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-250x167.jpg 250w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-100x67.jpg 100w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-76x51.jpg 76w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/open-science-wirtschaftswissenschaften-50x33.jpg 50w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/>Neben einer schnellen und kostenlosen Verf\u00fcgbarbarkeit ist dabei ein zentrales Auswahlkriterium, dass Open-Source-L\u00f6sungen als anerkannt gelten und eine gro\u00dfe Anwendercommunity haben. Speziell in der Lehre senkt der kostenfreie und unbeschr\u00e4nkte Zugang zudem die Eintrittsbarriere f\u00fcr Anwendungen  deutlich (etwa im Fall von R). Dass die Nutzung von Open-Source-L\u00f6sungen mit offenen Datenformaten der besseren Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen dient, wird ebenfalls als Vorteil gesehen. Gleichzeitig erh\u00f6hen nat\u00fcrlich auch zur Verf\u00fcgung gestellte Codes und Daten aus nicht Open-Source-Quellen die Transparenz und Replizierbarkeit.<\/p>\n<p>Das Bereitstellen beispielsweise eigener Python-Software und R-Skripten als Open Source wird hingegen kaum praktiziert. Zumindest an einer in der Diskussionsrunde  vertretenen Einrichtung steht den Forschenden ein GitHub-Repository als zentrales Versionsverwaltungssystem zur Verf\u00fcgung. <\/p>\n<h4>Fazit: Den Open-Science-Kuchen in kleine St\u00fccke aufteilen<\/h4>\n<p>Professor Klaus Tochtermann, Direktor der ZBW, bilanzierte im Wrap-Up dieses Workshops, dass der Begriff \u201eOpen Science\u201c als \u201eRegenschirm\u201c-Begriff zu unscharf und in seiner Gesamtheit ausgesprochen schwierig zu vermitteln sei. Er wird vor allem mit Transparenz in Verbindung gebracht. Zur Kommunikation mit Personen, die sich nicht schon seit Jahren mit der Thematik befassen, sei er nicht wirklich geeignet. Die vielen unter dem Dach von Open Science mitgedachten Konzepte wie Open Access, Open Source, Open Educational Resources m\u00fcssen daher gezielt herausgegriffen und besser erl\u00e4utert sowie mit konkreten Problemstellungen wie der Nachvollziehbarkeit und der Glaubw\u00fcrdigkeit der Wissenschaft verkn\u00fcpft werden.<\/p>\n<p>Auch im Austausch mit Forschungsf\u00f6rderern oder Universit\u00e4ten sei Open Science als Gesamtkonzept zu sperrig. Deshalb sei es n\u00f6tig, jeweils einzelne, greifbare Aspekte  herauszustellen und die Vorteile, die sich f\u00fcr Individuen oder Institutionen daraus ergeben, klar zu kommunizieren. So k\u00f6nnte beispielsweise die \u00c4nderung einer Promotionsordnung zur Unterst\u00fctzung offener Praktiken (etwa die Anerkennung von Open-Access-Publikationen) ein konkreter Schritt sein. Denkbar seien auch ganz konkrete Unterst\u00fctzungsangebote f\u00fcr Forscherinnen und Forscher auch zu Fragen wie \u201eWelche Software sollte ich in diesem konkreten Fall benutzen? Wie mache ich meine Daten nachnutzbar?\u201c<\/p>\n<div class='eckosc eckosc_contrast_block'><div class='eckosc_contrast_block_inner'>\n<p><b>Autor:innen:<\/b><br \/>\nDr. Christian Breuer (Abteilungsleitung \u201eWirtschaftsdienst und Intereconomics\u201c, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft), Dr. Tamara Pianos (Leitung der Abteilung \u201eInformationsvermittlung\u201c, ebenfalls ZBW), Dr. Guido Scherp (Leitung der Abteilung \u201cOpen-Science-Transfer\u201c, ZBW, und Koordinator des Leibniz-Forschungsverbunds Open Science), Olaf Siegert (Abteilungsleitung \u201ePublikationsdienste\u201c und Open-Access-Beauftragter der ZBW), Dr. Doreen Siegfried (Leitung Marketing und Public Relations, ZBW)<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz genereller Sympathie mit den Open-Science-Prinzipien ist ihre praktische Anwendung in den Wirtschaftswissenschaften bislang zur\u00fcckhaltend. Was macht Open Science f\u00fcr Wirtschaftsforschende also attraktiv? Wo gibt es Unterst\u00fctzungsbedarf? Diese Fragen wurden mit \u00d6konominnen und \u00d6konomen auf einem Workshop der ZBW in Hamburg diskutiert.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":35498,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_has_post_settings":[],"footnotes":""},"categories":[1147],"tags":[1554,1571,1568,1332,1836],"hashtags":[],"class_list":["post-35476","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-open-science-de","tag-open-access-de","tag-open-source-de","tag-open-science-praktiken-de","tag-wirtschaftswissenschaften","tag-workshops-de"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35476","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35476"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35476\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42152,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35476\/revisions\/42152"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/35498"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35476"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35476"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35476"},{"taxonomy":"hashtags","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/hashtags?post=35476"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}