{"id":34388,"date":"2018-03-27T14:15:11","date_gmt":"2018-03-27T14:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu?p=34388"},"modified":"2023-12-21T14:42:14","modified_gmt":"2023-12-21T14:42:14","slug":"oeffnung-der-wissenschaft-so-wird-die-bibliothek-zum-hub-fuer-open-innovation-und-science","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/2018\/03\/oeffnung-der-wissenschaft-so-wird-die-bibliothek-zum-hub-fuer-open-innovation-und-science\/","title":{"rendered":"\u00d6ffnung der Wissenschaft: So wird die Bibliothek zum Hub f\u00fcr Open Innovation und Science"},"content":{"rendered":"<div class='__iawmlf-post-loop-links' style='display:none;' data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:5231,&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.stifterverband.org\\\/initiative-offene-wissenschaft-innovation&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:null,&quot;process&quot;:&quot;done&quot;},{&quot;id&quot;:5291,&quot;href&quot;:&quot;http:\\\/\\\/www.deutschlandfunk.de\\\/wissenschaft-im-koalitionsvertrag-ueberraschungen-sind-in.676.de.html?dram:article_id=412819&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/web-wp.archive.org\\\/web\\\/20210724102655\\\/https:\\\/\\\/www.deutschlandfunk.de\\\/wissenschaft-im-koalitionsvertrag-ueberraschungen-sind-in.676.de.html?dram:article_id=412819&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.deutschlandfunk.de\\\/wissenschaft-im-koalitionsvertrag-ueberraschungen-sind-in.676.de.html?dram:article_id=412819&quot;,&quot;checks&quot;:[],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:null,&quot;process&quot;:&quot;done&quot;},{&quot;id&quot;:3789,&quot;href&quot;:&quot;http:\\\/\\\/www.stifterverband.de\\\/open-innovation&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/web-wp.archive.org\\\/web\\\/20241015084604\\\/http:\\\/\\\/www.stifterverband.de\\\/open-innovation\\\/&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-14 09:21:31&quot;,&quot;http_code&quot;:206},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-16 11:59:32&quot;,&quot;http_code&quot;:206}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-16 11:59:32&quot;,&quot;http_code&quot;:206},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'><\/div>\n<p>Offenheit in Wissenschaft und Innovation l\u00e4sst sich in zwei Dimensionen betrachten: Einerseits die Einbindung verschiedenster Wissensgeber in die verschiedenen Phasen des Wissenschafts- beziehungsweise Umsetzungsprozesses. Andererseits die Schaffung von Transparenz und freiem Zugang zu den Ergebnissen wissenschaftlicher Arbeit.<\/p>\n<p>Eine neue Initiative des <a href=\"https:\/\/www.stifterverband.org\/initiative-offene-wissenschaft-innovation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Stifterverbands f\u00fcr offene Wissenschaft und Innovation<\/a> hat sich zum Ziel gesetzt, Open Innovation und Open Science nicht l\u00e4nger getrennt nach Wirtschaft und Wissenschaft zu betrachten. Vielmehr sollen die gemeinsame <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wissenschaft-im-koalitionsvertrag-ueberraschungen-sind-in.676.de.html?dram:article_id=412819\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Debatte<\/a> und die Schaffung von Schnittstellen dazu beitragen, dass ihre Innovationspotentiale besser ausgesch\u00f6pft werden und so Impulse f\u00fcr den Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland entstehen.<\/p>\n<p>Als erster Schritt wurde ein Diskussionspapier <a href=\"http:\/\/www.stifterverband.de\/open-innovation\" target=\" _blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eWas bringt die \u00d6ffnung von Wissenschaft und Innovation?\u201c<\/a> zum Stand und Wert offener Wissenschaft und Innovation ver\u00f6ffentlicht. Bei der Erstellung des Papiers wurden mehr als 50 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik einbezogen. Zu den darin enthaltenen Handlungsempfehlungen z\u00e4hlen:<\/p>\n<ul>\n<li>Potenziale an Schnittstellen der Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft erschlie\u00dfen, um Wechselwirkungen von Open Innovation und Open Science besser auszusch\u00f6pfen<\/li>\n<li>Neue Orte f\u00fcr Systeml\u00f6sungen entwickeln und hierbei ausgew\u00e4hlten Hochschulen eine Rolle als \u201eOpen Innovation Hub\u201c geben<\/li>\n<li>Anreize und Strukturen in der Wissenschaft weiterentwickeln, um arbeitsteilige Wissensproduktion besser abzubilden<\/li>\n<li>Eine explizite politische Strategie entwickeln, um Akteure in ihren Bem\u00fchungen um Offenheit in Wissenschaft und Innovation zu best\u00e4rken<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Bibliotheken k\u00f6nnten dabei eine bedeutende Rolle spielen. Wie k\u00f6nnen Bibliotheken zu Open Innovation Hubs werden?<\/p>\n<h4>Bibliotheken als Br\u00fcckenbauer<\/h4>\n<p>Da kreative L\u00f6sungen oftmals an den Grenzen der Disziplinen entstehen, gilt es, Schnittstellen und Experimentierfelder f\u00fcr Open Science und Open Innovation in Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zu schaffen. Die Einbindung bislang nicht \u00fcblicherweise in Forschungsprozessen vertretener Akteure f\u00fchrt zu positiven Synergieeffekten, die sich aus der Zusammenf\u00fchrung von wissenschaftlichem und lebensweltlichem Wissen ergeben. Werden Daten und Erkenntnisse geteilt, erspart dies Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Mehrfacharbeiten, zudem werden neue Forschungsthemen inspiriert. Die \u00d6ffnung der Wissenschaft wirkt sich positiv auf die Motivation junger Talente in Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus, da sie ihre Autonomie und Gestaltungsspielr\u00e4ume vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n<p>Zur \u00d6ffnung der Wissenschaft geh\u00f6ren neue Denkweisen des wissenschaftlichen Arbeitens. Transparenz, die Bereitschaft, Wissen zu teilen und neue Forschungsfragen von Fachfremden aufzunehmen sind gefordert. Mit den derzeitigen Reputationsmechanismen l\u00e4sst sich dies schwer vereinbaren; die Weiterentwicklung von Hochschulstrukturen k\u00f6nnte neue Impulse f\u00fcr Offenheit und Innovation in Forschung und Lehre bringen. Damit k\u00f6nnte zudem der Transfer von den Hochschulen in Wirtschaft und Gesellschaft gest\u00e4rkt werden. Denn die \u00d6ffnung der Wissenschaft schafft die methodischen und kulturellen Voraussetzungen f\u00fcr Open Innovation in Science, die wiederum zu einem offenen, wertsch\u00f6pfungsorientierten Innovationssystem beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Br\u00fccken zu bauen ist gefordert, wenn es um die F\u00f6rderung von Open Science geht, wo es immer noch gro\u00dfe <a href=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/2018\/02\/open-science-und-der-long-tail-der-wissenschaft-lasst-uns-die-luecke-ueberbruecken\/\">Wissensl\u00fccken zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern<\/a> auf der einen Seite und der E-Infrastrukturlandschaft auf der anderen Seite gibt. Die Communities agieren bislang weitgehend separat voneinander. Hier k\u00f6nnen Bibliotheken einen wichtigen Beitrag leisten, ebenso wenn es um den Br\u00fcckenbau zwischen den verschiedenen Communities und Zielgruppen zur F\u00f6rderung von Open Innovation geht.<\/p>\n<p>Gemeinsam ist den verschiedenen Ans\u00e4tzen zur Openness, dass sie sich der offenen Bereitstellung von Wissen und der Einbindung neuer Akteure widmen. Durch einen verst\u00e4rkten Austausch k\u00f6nnen sie sich wechselseitig Impulse geben.<\/p>\n<h4>Experimentierr\u00e4ume und Netzwerkm\u00f6glichkeiten schaffen<\/h4>\n<p>Neue Formen der gemeinsamen Ideenfindung in Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung, gemeinsames Gestalten und Handeln k\u00f6nnen durch das Bauen von Br\u00fccken gef\u00f6rdert werden. Wissenschaftliche Institutionen k\u00f6nnen dabei eine herausgehobene Funktion als Knotenpunkte im Innovationssystem einnehmen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eAuch k\u00f6nnen Hochschulen als Zentren im Innovations\u00f6kosystem verankert sein, zu dem B\u00fcrger, organisierte Zivilgesellschaft, private und \u00f6ffentliche Einrichtungen und eben auch Unternehmen geh\u00f6ren. Zum anderen bietet der Ansatz Hochschulen die M\u00f6glichkeit, ganz anders als bisher vom Potenzial von Studierenden, Mitarbeitern und Partnern zu profitieren.\u201c <\/p><\/blockquote>\n<p>Bibliotheken k\u00f6nnen hierzu ebenso beitragen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eBibliotheken k\u00f6nnen als Wissensrepositorien und durch Erweiterung der Wissensvermittlungs- und Wissensaustauschprozesse (textuell\/nicht-textuell) zu neuen Scharnierstellen in offenen Wissenschafts- und Innovationsprozessen werden.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Aber auch \u00fcber diese im Diskussionspapier genannte Option hinaus, ist eine zentrale Rolle von Bibliotheken beim Br\u00fcckenbau denkbar. Konkret k\u00f6nnten sie durch neue Netzwerkm\u00f6glichkeiten und die Schaffung von Experimentierr\u00e4umen unterst\u00fctzen. Dies k\u00f6nnten beispielsweise <a href=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/2017\/05\/neue-raeume-fuer-arbeit-4-0-und-lernen-4-0-auswirkungen-fuer-das-bildungssystem\/\" >Reallabore und Makerspaces<\/a> sein oder (virtuelle) Innovation-Labs, die die \u00d6ffnung bestehender Forschungsinfrastrukturen f\u00fcr Dritte beinhalten. Es geht auch darum, Strukturen und Methoden anzubieten, zu beraten, Such- und Matchingprozesse von Problemstellungen und L\u00f6sungsideen sind effizient zu gestalten. <\/p>\n<p>Daf\u00fcr m\u00fcssen wie im Diskussionspapier geschrieben neue Intermedi\u00e4re entstehen, die die Kulturentwicklung f\u00fcr Openness f\u00f6rdern, Methoden vermitteln, zum Abbau von Hemmnissen beitragen und Best-Practices auf eine breitere Masse \u00fcbertragen. Die \u00d6ffnung von Wissenschafts- und Innovationsprozessen tr\u00e4gt damit dazu bei, dass sich der Bedarf an Innovationsmanagement, Coaches und Intermedi\u00e4ren, die zwischen den Akteuren vermitteln, ver\u00e4ndert.<\/p>\n<h4>Voraussetzung: Bibliotheken m\u00fcssen selbst open sein<\/h4>\n<p>Wird Offenheit in Wissenschaft und Innovation forciert, so ver\u00e4ndert dies bestehende Strukturen. Die Offenheit hat Einfluss auf die Arbeitsteilung der Akteure bei Wissensproduktion und \u2013verbreitung sowie auf die Abl\u00e4ufe in Innovationsprozessen. Somit wirkt sich die Offenheit auch auf die Institutionen aus, in denen Wissenschaft und Innovation betrieben werden. <\/p>\n<blockquote><p>\u201eWas kann eine offene Wissenschaft von Agilit\u00e4tskonzepten, also einem flexiblen und initiativen Prozessmanagement, und Beteiligungsprozessen in Unternehmen und Verwaltung lernen? Wie kann auf der anderen Seite das Innovationssystem insgesamt von Open Science-Konzepten und -Modellen profitieren?\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Zentral f\u00fcr den erfolgreichen Aufbau von Open Innovation und Open Science sind eine Kultur der Offenheit und der Abbau von Hemmnissen. Damit \u00d6ffnungsprozesse funktionieren, brauchen sie einen Ansto\u00df durch  die Leitung der Organisation oder mindestens deren Unterst\u00fctzung; F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten, die Offenheit vorgeben und vor allem auch selbst innerhalb der Organisation vorleben.<\/p>\n<h4>Bibliotheken profitieren selbst davon<\/h4>\n<p>Letztlich profitieren Bibliotheken selbst betr\u00e4chtlich von einem Wandel hin zu Open Innovation Hubs. Denn sie erhalten so neue Impulse f\u00fcr die Weiterentwicklung der eigenen Organisation und ihrer Services. Zugleich k\u00f6nnen offene Formate etablierten Institutionen dabei helfen, innovative Talente als Arbeitskr\u00e4fte zu rekrutieren, da in diesem Rahmen eine Umgebung geschaffen wird, die f\u00fcr sie attraktiv ist, und die Offenheit zudem zu einer positiven \u00f6ffentlichen Wahrnehmung der eigenen Institution beitr\u00e4gt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Open Science und Open Innovation st\u00e4rker miteinander zu verschmelzen und so neue Impulse zu setzen, steht im Fokus einer neuen Initiative des Stifterverbands f\u00fcr offene Wissenschaft und Innovation. Ein nun ver\u00f6ffentlichtes Diskussionspapier enth\u00e4lt erste Handlungsempfehlungen. Darin werden die Einrichtung von Open Innovation Hubs und die Rolle von Bibliotheken betrachtet. <\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":30912,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_has_post_settings":[],"footnotes":""},"categories":[76,1147],"tags":[1204,1683,1573,1561,1467],"hashtags":[],"class_list":["post-34388","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-innovationsmanagement","category-open-science-de","tag-barrieren","tag-forschungssysteme","tag-offenheit","tag-open-innovations-de","tag-wissenssysteme"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34388","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34388"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34388\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46974,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34388\/revisions\/46974"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30912"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34388"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34388"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34388"},{"taxonomy":"hashtags","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/hashtags?post=34388"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}