{"id":1824,"date":"2011-08-19T14:18:05","date_gmt":"2011-08-19T14:18:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/?p=1824"},"modified":"2020-03-20T12:32:55","modified_gmt":"2020-03-20T12:32:55","slug":"warum-schleswig-holstein-facebook-fanpages-und-likes-verbieten-will-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/2011\/08\/warum-schleswig-holstein-facebook-fanpages-und-likes-verbieten-will-interview\/","title":{"rendered":"Warum Schleswig-Holstein Facebook-Fanpages und Likes verbieten will [Interview]"},"content":{"rendered":"<div class='__iawmlf-post-loop-links' style='display:none;' data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:6939,&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.datenschutzzentrum.de\\\/presse\\\/20110819-facebook.htm&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:null,&quot;process&quot;:&quot;done&quot;},{&quot;id&quot;:6940,&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.datenschutzzentrum.de\\\/facebook&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.datenschutzzentrum.de\\\/facebook\\\/&quot;,&quot;checks&quot;:[],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:null,&quot;process&quot;:&quot;done&quot;},{&quot;id&quot;:6941,&quot;href&quot;:&quot;http:\\\/\\\/www.basicthinking.de\\\/blog\\\/2010\\\/02\\\/04\\\/facebook-in-hamburg-datenschuetzer-freuen-sich-auf-den-neuen-nachbar-interview&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/web-wp.archive.org\\\/web\\\/20260407100111\\\/https:\\\/\\\/www.basicthinking.de\\\/blog\\\/2010\\\/02\\\/04\\\/facebook-in-hamburg-datenschuetzer-freuen-sich-auf-den-neuen-nachbar-interview\\\/&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.basicthinking.de\\\/blog\\\/2010\\\/02\\\/04\\\/facebook-in-hamburg-datenschuetzer-freuen-sich-auf-den-neuen-nachbar-interview&quot;,&quot;checks&quot;:[],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:null,&quot;process&quot;:&quot;done&quot;},{&quot;id&quot;:6942,&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/AngelaMerkel&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/web-wp.archive.org\\\/web\\\/20251027104048\\\/https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/AngelaMerkel&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-07 09:57:57&quot;,&quot;http_code&quot;:400}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-07 09:57:57&quot;,&quot;http_code&quot;:400},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;},{&quot;id&quot;:6943,&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.datenschutzzentrum.de\\\/presse\\\/20110819-facebook-en.htm&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/web-wp.archive.org\\\/web\\\/20180107055047\\\/https:\\\/\\\/www.datenschutzzentrum.de\\\/presse\\\/20110819-facebook-en.htm&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-07 09:58:04&quot;,&quot;http_code&quot;:404}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-07 09:58:04&quot;,&quot;http_code&quot;:404},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'><\/div>\n<p>Als ich die <a href=\"https:\/\/www.datenschutzzentrum.de\/presse\/20110819-facebook.htm\" target=\"_blanK\" rel=\"noopener noreferrer\">Pressemitteilung<\/a> heute Morgen las, fiel ich fast vom Stuhl: Schleswig Holstein verbietet also de facto die Nutzung von Facebook &#8211; zumindest diejenige au\u00dferhalb des Netzwerks. Daf\u00fcr pl\u00e4diert das dort ans\u00e4ssige Unabh\u00e4ngige Landeszentrum f\u00fcr Datenschutz (ULD). Website-Betreibern soll es nach September 2011 verboten sein, Like-Buttons einzubinden oder Facebook-Fanpages zu betreiben: Andernfalls werden &#8220;weitergehende Ma\u00dfnahmen&#8221; ergriffen, die unter Umst\u00e4nden Bu\u00dfgeldstrafen von bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das ULD st\u00f6\u00dft sich erwartungsgem\u00e4\u00df an den in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden proklamierten Datenschutz-Missachtungen, die laut eigenen Angaben bei Facebook an der Tagesordnung st\u00fcnden. Hintergrund des neuen Entschlusses ist eine detaillierte <a href=\"https:\/\/www.datenschutzzentrum.de\/facebook\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Analyse des Netzwerks<\/a>, in der die Beh\u00f6rde zu dem Ergebnis kommt: &#8220;Bei Facebook wird eine umfassende pers\u00f6nliche, bei Mitgliedern sogar eine personifizierte Profilbildung vorgenommen. Diese Abl\u00e4ufe versto\u00dfen gegen deutsches und europ\u00e4isches Datenschutzrecht.&#8221; Bumm. Das ist ein klares Statement.<\/p>\n<p>Da wir als Einrichtungen mit Standorten in Hamburg und Kiel auf der einen Seite unmittelbar von dem Facebook-Bann betroffen sind und ich auf der anderen Seite den ungl\u00e4ubigen Blick nicht das ganze Wochenende \u00fcber tragen wollte, rief ich also beim ULD an und bat um ein paar kl\u00e4rende Worte, die ich im Folgenden kurz wiedergeben m\u00f6chte. Zun\u00e4chst aber noch ein paar allgemeine Dinge\u2026<\/p>\n<p>Ich halte die grunds\u00e4tzliche Absicht der Datensch\u00fctzer f\u00fcr ehrbar. Es ist nichts dagegen auszusetzen, f\u00fcr Transparenz zu pl\u00e4dieren und sie auch zu fordern und hin und wieder auch mal klare Grenzen aufzuzeigen. Ich halte die Vorgehensweise aber f\u00fcr komplett fehlgeleitet. Die Aktion geht zu Lasten der Website-Betreiber und Nutzer \u2013 der eigentliche Adressat, der hier getroffen werden sollte, wird nicht einmal angesprochen (wie wir sp\u00e4ter lesen werden, ist das sogar w\u00f6rtlich gemeint). Damit kommt es zu einer krassen Wettbewerbsverzerrung in der Bundesrepublik. Unternehmen und andere Einrichtungen harren der Dinge im damit akut gef\u00e4hrdeten Standort Schleswig-Holstein. Auch nach dem Paukenschlag gibt es absolut keine Rechtssicherheit: im Gegenteil. Geht es nach den Pl\u00e4nen des ULD werden die Nutzer und Betreiber nun von Netzwerk zu Netzwerk geschoben, da Analysen auf Analysen der jeweiligen Hintergr\u00fcnde folgen werden. Und solange es kein politisches Umdenken gibt, bleibt es auch dabei. Jeder, der ein wenig im Social Web verkehrt, wei\u00df: Die Netzwerke sind beinahe allesamt werbefinanziert und funktionieren damit ebenso allesamt nach demselben Gesch\u00e4ftsmodel von Tracking und Targeting.<\/p>\n<blockquote><p><b>MediaTalk:<\/b> In Ihrer Pressemitteilung schreiben Sie: &#8220;Niemand sollte behaupten, es st\u00fcnden (zu Facebook) keine Alternativen zur Verf\u00fcgung&#8221;. Welche w\u00e4ren das Ihrer Meinung nach?<\/p>\n<p><b>ULD:<\/b> Gemeint sind andere soziale Netzwerke. Es gibt nat\u00fcrlich nichts Vergleichbares, was man mit Facebook auf eine Stufe stellen k\u00f6nnte \u2013 Facebook ist allumfassend. Gemeint ist eher Xing oder MySpace\u2026<\/p>\n<p><b>MediaTalk:<\/b> \u2026bei MySpace ist es doch dasselbe Spiel. Auch hier werden Nutzerdaten getrackt. Dann h\u00e4tten sie auch Google Plus oder StudiVZ in die Pressemitteilung mit aufnehmen m\u00fcssen. Auch dort gibt es Tracking.<\/p>\n<p><b>ULD:<\/b> Wir reden von Angeboten, bei denen die Unterrichtungspflichten nach dem TMG eingehalten werden und es nicht zu einer derartigen Analyse des Nutzerverhaltens wie bei Facebook kommt. Wir haben uns bislang allerdings erst Facebook n\u00e4her angesehen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Es spricht ein wenig Orientierungslosigkeit aus diesen Worten. Dennoch hat mir gegen\u00fcber das ULD klar versichert, dass ihnen nicht daran gelegen sei, das Social Web zu demontieren:<\/p>\n<blockquote><p><b>ULD:<\/b> Was wir mit der Pressemitteilung auch nicht erreichen wollten, w\u00e4re eine Botschaft wie: &#8220;Finger weg von sozialen Netzwerken!&#8221;<\/p>\n<p><b>MediaTalk:<\/b> Genau die kommt aber sehr gut r\u00fcber\u2026<\/p>\n<p><b>ULD:<\/b> So sollte es aber nicht sein. Die sozialen Netzwerke sind ein neues Kommunikationsmedium im 21. Jahrhundert. Das muss man klar so sagen. Daher: Darauf soll das nicht abzielen. Uns geht es eigentlich nur \u2013 was die rechtliche Analyse betrifft \u2013 darum, dass hier Vorschriften nach dem TMG eingehalten werden. Man soll sich weiter Accounts anlegen und seine Kommunikation pflegen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In unserer Analyse stellen wir heraus, dass es keine Unterrichtungsm\u00f6glichkeit seitens Facebook gegen\u00fcber den Website-Betreibern gibt, dass diese ihre eigenen Nutzer nach \u00a713.1 TMG beispielsweise dar\u00fcber aufkl\u00e4ren k\u00f6nnen, dass sie einer Profilbildung widersprechen k\u00f6nnen. Wenn man dieses auf den Seiten einbinden k\u00f6nnte, w\u00e4re man einen ganz gro\u00dfen Schritt weiter.<\/p>\n<p>Facebook verweist auf seine Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien und wir sind der Meinung: Aus deutscher Sicht sind es Allgemeine Gesch\u00e4ftsbedingungen, die nach dem BGB der Inhaltskontrolle unterliegen. Und hier haben wir festgestellt, dass verschiedene wichtige Dinge nicht klar dargestellt oder hervorgehoben werden. Dass ich als Nutzer zum Beispiel f\u00fcr alle Inhalte eine weltweite Lizenz vergebe \u2013 das sehen wir als \u00fcberraschende Klausel an. Das m\u00fcsste transparenter gestaltet werden.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Zweifelsohne. Facebook k\u00f6nnte das ganze Theater beenden, wenn es endlich eine gescheite Opt-Out-L\u00f6sung f\u00fcr die Nutzer g\u00e4be. Doch warum wird dieser Weg gew\u00e4hlt? Warum packt man das \u00dcbel nicht direkt an der Wurzel und steigt Mark Zuckerberg oder seinen Vertretern auf das Dach?<br \/>\n<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<b>MediaTalk:<\/b> Das bringt mich zur n\u00e4chsten Frage. Warum nehmen Sie denn dann die Nutzer in Haftung? Im vergangenen Jahr hatte ich <a href=\"http:\/\/www.basicthinking.de\/blog\/2010\/02\/04\/facebook-in-hamburg-datenschuetzer-freuen-sich-auf-den-neuen-nachbar-interview\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">mit Herrn Weichert ein Interview<\/a> gef\u00fchrt, in dem es unter anderem \u00fcber die Er\u00f6ffnung der ersten Zweigstelle von Facebook in Deutschland ging. Ich sagte, dass er sich doch jetzt freuen m\u00fcsse, da nun endlich jemand greifbar sei, und er antwortete: &#8220;Sollte Facebook eine unselbst\u00e4ndige oder eine selbst\u00e4ndige Filiale in Deutschland etablieren, zum Beispiel in Hamburg, so h\u00e4tten wir f\u00fcr die Datenschutzkommunikation einen Ansprechpartner.&#8221; Warum sucht man dann dennoch nicht die Kommunikation mit Facebook, sondern nimmt den Umweg \u00fcber die Nutzer?<\/p>\n<p><b>ULD:<\/b> Facebook ist letztendlich <i>ein<\/i> Adressat der Aktion. Auf Facebook finden das Bundesdatenschutz- und das Telemediengesetz Anwendung. Daher sind sie Adressat einer etwaigen Ma\u00dfnahme, wenn man\u2026<\/p>\n<p><b>MediaTalk:<\/b> Das steht so in der Mitteilung aber nicht drin. Diese ist ziemlich klar an die Nutzer gerichtet.<\/p>\n<p><b>ULD:<\/b> Die zweiten Adressaten sollen die Website-Betreiber sein, die in Hinblick auf die Einbindung von Fan-Pages und Social-Plugins sensibilisiert werden sollen. Die Nutzer, die eigentlichen Nutzer, haften nicht, sondern bekommen von uns nur den Rat, ihre Finger vom Anklicken von Social-Plugins wie dem \u201eGef\u00e4llt mir\u201c-Button zu lassen.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Das interessierte mich. Ich nannte einige staatliche Einrichtungen in Schleswig-Holstein, die auf Social Media setzen. Auch erz\u00e4hlte ich, dass sich Frau Merkel erst k\u00fcrzlich \u00fcber den 100.000. Fan auf ihrer <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/AngelaMerkel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Facebook-Page<\/a> freute.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<blockquote><p><b>MediaTalk:<\/b> Die werden nun alle abgemahnt oder wie ist der Plan?<\/p>\n<p><b>ULD:<\/b> Wir haben noch nicht vor, Verfahren einzuleiten. F\u00fcr Frau Merkel sind wir nicht zust\u00e4ndig, das m\u00fcssen die anderen Datenschutzbeh\u00f6rden erst einmal entscheiden. Der Vorsto\u00df hat in erster Linie folgende Intention: Wir sind zust\u00e4ndig f\u00fcr die Anwendung des Bundesdatenschutzgesetzes und des Telemediengesetzes. Wenn wir Nutzer, Website-Betreiber und andere Beteiligte jetzt nicht auf die Datenfl\u00fcsse und die festgestellten Datenverarbeitungsschritte von Facebook aufmerksam machen, dann k\u00e4me der Vorwurf: &#8220;Ihr h\u00e4ttet das ja tun k\u00f6nnen!&#8221; Wir haben es als ureigenste Aufgabe gesehen, die Datenfl\u00fcsse und -verarbeitung bei Facebook einmal zu analysieren und dann darauf hinzuweisen.<\/p>\n<p>Ich gebe Ihnen Recht: Facebook ist Adressat Nummer eins dieser Ma\u00dfnahmen. Facebook wurde ja beispielsweise im &#8220;Freundefinder&#8221;-Verfahren schon von den Hamburgern kontaktiert. Wir hatten auch schon mit Facebook Kontakt \u2013 das ist wichtig. Deshalb haben wir die Presseerkl\u00e4rung auch in <a href=\"https:\/\/www.datenschutzzentrum.de\/presse\/20110819-facebook-en.htm\" target=\"_blanK\" rel=\"noopener noreferrer\">englischer Sprache<\/a> online gestellt, damit wirklich jeder sie auch lesen kann.<\/p>\n<p>Sie nannten die Frist bis zum Ende September. Ob nun Ma\u00dfnahmen gegen Website-Betreiber eingeleitet werden, ist davon abh\u00e4ngig, ob Facebook jetzt noch \u00c4nderungen vornimmt. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass sich an diesen Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien st\u00e4ndig etwas \u00e4ndert. Wir halten es f\u00fcr m\u00f6glich, dass Facebook hier reagiert. K\u00fcrzlich stand beispielsweise noch in den Nutzungsbedingungen, dass deutsches Datenschutzrecht Anwendung finden soll \u2013 dieser Satz wurde jetzt wieder entfernt.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>F\u00fcr mich klingt eben diese Verfahrensweise recht schief. Anders ausgedr\u00fcckt, bedeutet das, dass Website-Betreiber f\u00fcr den Fall abgemahnt werden, dass Facebook nicht reagiert. Was wohl ebenso wahrscheinlich wie rechtlich fragw\u00fcrdig ist. Tats\u00e4chlich wurde im Gespr\u00e4ch deutlich, dass das ULD in dieser Aktion gar die einzige M\u00f6glichkeit sah, \u00fcberhaupt die Aufmerksamkeit von Facebook auf sich zu lenken. Auf s\u00e4mtliche Anfragen habe sowohl das US-Hauptquartier als auch die deutsche Dependance des Netzwerks bislang nicht reagiert: Mails w\u00fcrden ins Leere laufen, Telefonanrufe nicht beantwortet: &#8220;Es ist wie eine Briefkastenfirma.&#8221;<br \/>\n<\/em><br \/>\n<em>Wir sprachen noch einige Zeit sehr aufrichtig miteinander. Dem ULD ist klar, dass der eingeschlagene Weg nicht einfach werden wird.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<b>ULD:<\/b> Wenn gegen entsprechende Vorschriften versto\u00dfen wird, hat man die Wahl: Entweder man weist gar nicht darauf hin und l\u00e4sst es einfach so dahinpl\u00e4tschern oder man weist darauf hin.<\/p>\n<p><b>MediaTalk:<\/b> Ich verstehe diesen Standpunkt, ich wei\u00df genau, wo sie hinwollen. Ich denke aber, dass hier die falsche Partei gerade im Zielfernrohr ist\u2026<\/p>\n<p><b>ULD:<\/b> Es ist ihr gutes Recht, das kritisch zu sehen. Ich kann Ihr Argument auch nachvollziehen. Nach unserem Kenntnisstand ist es so, dass sehr, sehr viele Facebook und Fan-Pages nutzen\u2026<\/p>\n<p><b>MediaTalk:<\/b> \u2026Sie k\u00e4mpfen gegen mehr als 20 Millionen Nutzer\u2026<\/p>\n<p><b>ULD:<\/b> \u2026das ist richtig.<\/p><\/blockquote>\n<p>>Das ist zur Stunde der Stand der Dinge. Ich rate nun allen Einrichtungen im Norden nichts zu \u00fcberst\u00fcrzen, sondern erst einmal gewissenhaft die Faktenlage zu sondieren. Auch steht noch eine rechtliche Pr\u00fcfung der Ma\u00dfnahme aus. Ich empfehle allerdings ebenfalls allen Beteiligten, die Drohung des ULD nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Wir werden sehen, ob Facebook reagiert oder ob private und \u00f6ffentliche Justitiare neue Informationen zu dem Vorgehen beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Update, 17:30 Uhr<\/b><\/p>\n<p>Mittlerweile hat sich auch das Land Schleswig-Holstein zu den Forderungen <a href=\"http:\/\/www.schleswig-holstein.de\/STK\/DE\/Service\/Presse\/PI\/2011\/CdS\/110819_stk_cds_facebook.html&lt;br \/&gt;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ge\u00e4u\u00dfert<\/a>. Daraus:<\/p>\n<p>&#8220;Da auch der Bundespr\u00e4sident, Bundesministerien, Bundespolitiker wie Kanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Philipp R\u00f6sler sowie andere L\u00e4nder auf Facebook pr\u00e4sent seien, wolle er mit seinen Amtskollegen ebenfalls \u00fcber dieses Thema sprechen. &#8216;Dieses gemeinsame Gespr\u00e4ch f\u00fchren wir gerne. Gew\u00fcnscht h\u00e4tte ich mir allerdings, wenn wir das vor einer \u00f6ffentlichen Diskussion getan h\u00e4tten&#8217;, sagte Wulff. Er verwies darauf, dass in Schleswig-Holstein nicht nur die Landesregierung, sondern auch andere Institutionen wie Unternehmen, Kammern, das Institut f\u00fcr Weltwirtschaft, Zeitungen und Rundfunkanstalten auf Facebook vertreten seien.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich die Pressemitteilung heute Morgen las, fiel ich fast vom Stuhl: Schleswig Holstein verbietet also de facto die Nutzung von Facebook &#8211; zumindest diejenige au\u00dferhalb des Netzwerks. Daf\u00fcr pl\u00e4diert das dort ans\u00e4ssige Unabh\u00e4ngige Landeszentrum f\u00fcr Datenschutz (ULD). 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