{"id":1446,"date":"2011-06-21T08:23:37","date_gmt":"2011-06-21T08:23:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/?p=1446"},"modified":"2019-09-11T13:18:39","modified_gmt":"2019-09-11T13:18:39","slug":"studie-zur-e-book-nutzung-das-lesen-am-computer-stort-meine-konzentration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/de\/2011\/06\/studie-zur-e-book-nutzung-das-lesen-am-computer-stort-meine-konzentration\/","title":{"rendered":"Studie zur E-Book-Nutzung: &quot;Das Lesen am Computer st\u00f6rt meine Konzentration&quot;"},"content":{"rendered":"<div class='__iawmlf-post-loop-links' style='display:none;' data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:7029,&quot;href&quot;:&quot;http:\\\/\\\/libraries.universityofcalifornia.edu&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:null,&quot;process&quot;:&quot;done&quot;},{&quot;id&quot;:7030,&quot;href&quot;:&quot;http:\\\/\\\/www.cdlib.org\\\/services\\\/uxdesign\\\/docs\\\/2011\\\/academic_ebook_usage_survey.pdf&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/web-wp.archive.org\\\/web\\\/20190831055144\\\/https:\\\/\\\/www.cdlib.org\\\/services\\\/uxdesign\\\/docs\\\/2011\\\/academic_ebook_usage_survey.pdf&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-08 04:32:49&quot;,&quot;http_code&quot;:404},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-20 07:10:44&quot;,&quot;http_code&quot;:404}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-20 07:10:44&quot;,&quot;http_code&quot;:404},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'><\/div>\n<p>Die Analog-Anh\u00e4nger k\u00f6nnen sich nun schon einmal die H\u00e4nde reiben \u2013 vielleicht nicht zu euphorisch, denn was im Folgenden beschrieben wird, sind Erkenntnisse aus den USA. Wer wei\u00df, wie es hier in Europa aussieht?<\/p>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/libraries.universityofcalifornia.edu\/\" target=\"_blankL\" rel=\"noopener noreferrer\">University of California Libraries<\/a> haben k\u00fcrzlich eine gemeinsame <a href=\"http:\/\/www.cdlib.org\/services\/uxdesign\/docs\/2011\/academic_ebook_usage_survey.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie zum Thema elektronische B\u00fccher<\/a> (PDF) an Universit\u00e4ten ver\u00f6ffentlicht \u2013 Hintergrund ist das Springer E-Book Pilotprojekt, das dort seit dem vergangenen Jahr l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Campusweit wurden insgesamt rund 2.569 Studenten zu ihrem Lern- und Leseverhalten befragt. 58 Prozent der Studienteilnehmer gaben dabei an, E-Books bei ihren akademischen Arbeiten einzusetzen, 38 Prozent verneinten dies und vier Prozent waren sich nicht so sicher, was sie eigentlich von der ganzen Sache halten sollen. Das Spannende an den Ergebnissen ist Folgendes: Offenbar ist es so, dass die H\u00e4ufigkeit der Nutzung von E-Books mit der wissenschaftlichen Erfahrung der Befragten ansteigt! Postdocs zeigten mit 68 Prozent das gr\u00f6\u00dfte Interesse an digitaler Literatur, bei den Studenten im Aufbaustudium waren es 67 Prozent, bei den Befragten, die noch vor dem Vordiplom stehen, waren es lediglich 55 Prozent.<\/p>\n<p>Zur Stellungnahme gebeten, was man denn an E-Books sch\u00e4tze, gaben viele der Befragten an, dass die schnelle Suchfunktion im Text unersetzbar sei. Ebenso empfinden viele die integrierten Notizfunktionen als eine gro\u00dfe Hilfe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1450\" title=\"2011-06-21_1001\" src=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/2011-06-21_1001.png\" alt=\"\" width=\"585\" height=\"297\" srcset=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/2011-06-21_1001.png 585w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/2011-06-21_1001-300x152.png 300w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/2011-06-21_1001-500x254.png 500w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/2011-06-21_1001-400x203.png 400w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/2011-06-21_1001-200x102.png 200w, https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/2011-06-21_1001-50x25.png 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 585px) 100vw, 585px\" \/><\/p>\n<p>Springen wir in der Studie ein paar Seiten weiter, landen wir bei interessanten Argumenten der Gegenbewegung, die ich hier kurz zitieren m\u00f6chte. Sie alle stammen von Studenten, die noch einige Semester vor der Abschlusspr\u00fcfung stehen:<\/p>\n<blockquote><p>Wie ist Ihre Pr\u00e4ferenz?<\/p>\n<p>&#8211; &#8220;Papier, weil es mich nicht ablenkt, wie es zum Beispiel die Computernutzung macht.&#8221;<br \/>\n&#8211; &#8220;Papier. Ich habe einige Schwierigkeiten damit, lange Passagen konzentriert am Computer zu lesen.&#8221;<br \/>\n&#8211; &#8220;Papier. E-Books st\u00f6ren meine Konzentration.&#8221;<br \/>\n&#8211; &#8220;Wenn sie dasselbe kosten, bevorzuge ich die Papierversion. Das Lesen am Computer macht es f\u00fcr mich schwieriger, die Informationen zu verstehen.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Es gibt noch eine ganze Menge weiterer interessanter O-T\u00f6ne in der Studie, die um so aufschlussreicher werden, je differenzierter sie sich zeigen:<\/p>\n<blockquote><p>Print-B\u00fccher sind in einigen Situationen besser als E-Books \u2013 und andersherum. Jedes Format hat eine Rolle. E-Books sind gro\u00dfartig, um B\u00fccher schnell zu beurteilen, schnell zu durchsuchen (etwa Enzyklop\u00e4dien oder beim Fakten-Check), Bibliographien f\u00fcr Zitationen zu finden und ausgew\u00e4hlte Kapitel oder die Einleitung zu lesen. Wenn ich das komplette Buch lesen m\u00f6chte, bevorzuge ich Print.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ist das nachvollziehbar? Ich denke schon. Offenbar ist es noch immer so, dass &#8220;das richtige Lesen&#8221; oft und gerne analog geschieht. Das wirft dann wiederum die Frage auf: M\u00fcssen wir uns an die neuen Medien anpassen oder sollten sich diese noch intensiver nach unseren Bed\u00fcrfnissen richten? Zweifelsohne ist es so, dass Print \u2013 unabh\u00e4ngig davon, wie man dazu stehen mag \u2013 in den kommenden Jahren weiter und weiter an Bedeutung verlieren wird: B\u00fccher erscheinen ausschlie\u00dflich als E-Books, der Bezug digitaler Literatur wird einfacher, Schulen organisieren ihre Leseklassen per Kindle und iPad. Werden wir uns schneller an den Gebrauch gew\u00f6hnen m\u00fcssen? Ist das, was wir hier sehen, mangelnde Medienkompetenz, Nostalgie oder eine noch unzureichende Technologie?<\/p>\n<p>http:\/\/www.cdlib.org\/services\/uxdesign\/docs\/2011\/academic_ebook_usage_survey.pdf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Analog-Anh\u00e4nger k\u00f6nnen sich nun schon einmal die H\u00e4nde reiben \u2013 vielleicht nicht zu euphorisch, denn was im Folgenden beschrieben wird, sind Erkenntnisse aus den USA. Wer wei\u00df, wie es hier in Europa aussieht? 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