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Wie verändert Science 2.0 die Wissenschaft und wie sieht die zukünftige Rolle von Bibliotheken aus? In ihrem Beitrag zum E-Letter on Science 2.0 „Science 2.0 and Libraries – Convergence of two sides of the same coin at ZBW – Leibniz Information Centre for Economics” beschreiben Prof. Dr. Isabella Peters, Prof. Dr. Ansgar Scherp und Prof. Dr. Klaus Tochtermann wie sich die ZBW diesen Themen nähert und die Beziehung von Bibliothek und Forschung gestaltet.

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v.links: Prof. Dr. Klaus Tochtermann (Science 2.0), Prof. Dr. Isabella Peters (Web Science), Prof. Dr. Ansgar Scherp (Knowledge Discovery)

Im Zuge der Digitalisierung verändern sich Forschungs- und Publikationsprozesse. Ein Beispiel ist die Literaturversorgung, die in Zukunft dezentraler, auf einer Peer-to-Peer-Basis geschehen wird. Die Veränderungen, die Science 2.0 für die Rolle von Bibliotheken bedeutet, lassen sich nur in Kooperation mit der wissenschaftlichen Community erfolgreich gestalten.

Hier geht die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft noch weiter und hat als erste Bibliothek in Deutschland in 2014 eine Forschungsgruppe für die Science 2.0-Forschung eingerichtet. Diese besteht aus drei Professuren, fünf Post-Docs und einer Vielzahl an Doktorandinnen und Doktoranden, die gemeinsam den Forschungsschwerpunkt “Science 2.0” im Bibliothekskontext angehen.

Die Science 2.0-Forschung in der ZBW konzentriert sich dabei auf zwei Forschungsschwerpunkte, Knowledge Discovery und Web Science, sowie die Koordination der Aktivitäten im von ihr ins Leben gerufenen Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0.

Knowledge Discovery beschäftigt sich mit digitalen Objekten, wie halbstrukturierten Daten im Web, Dokumenten, Profilen, Communities, und den Beziehungen unter ihnen. Die Entwicklung innovativer Methoden und Algorithmen und ihre Anwendung auf Big Data gehören dazu. In der Web Science stehen die Menschen im Vordergrund: Wie interagieren sie mit dem Web und Social Media, welche Netzwerke bilden sie, welche Spuren hinterlassen sie dort? Dabei stehen die Zielgruppen der ZBW besonders im Fokus: Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Wirtschaftswissenschaften.

Zudem trägt die ZBW auch aktiv zum wissenschaftspolitischen Diskurs über Science 2.0 sowohl auf nationaler Ebene (zum Beispiel Rat für Informationsinfrastrukturen) als auch auf Europäischer Ebene bei (zum Beispiel High Level Expert Group European Open Science Cloud).

Die Forschungsergebnisse fließen wiederum in Entwicklungsprojekte und die strategische Planung der ZBW ein, und werden sowohl der Bibliothekscommunity als auch der Zielgruppe in den Wirtschaftswissenschaften zur Verfügung gestellt.

Erste Erfahrungen aus der ZBW zeigen, dass von der Integration der Forschung in die Bibliothek beide Seiten profitieren: Die Forschung von dem riesigen Datenbestand, dem Kontakt zu “echten” Nutzerinnen und Nutzern und der Möglichkeit, neue Technologien auf bestehende Bibliotheksservices anzuwenden, die Bibliothek durch eine höhere Innovationsrate und eine stärkere Nutzung ihrer Services.

Weitere Details:

“Science 2.0 and Libraries – Convergence of two sides of the same coin at ZBW – Leibniz Information Centre for Economics” in der IEEE Special Technical Community on Social Networking für den E-Letter on Science 2.0.

Am 17.09.2015 wird Prof. Dr. Klaus Tochtermann im Rahmen des Österreichischen Bibliothekartag 2015 einen Vortrag zum Thema halten: “Professuren zur Forschungsunterstützung in Bibliotheken – Ein Erfolgsmodell?”

Autoren: Birgit Fingerle, Klaus Tochtermann (ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft)

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