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Vor rund einem Monat stellte Google “Voice Search” für den Desktop vor – eine neue Möglichkeit, das Internet per Stimme zu durchsuchen. Wer es gerne selbst einmal ausprobieren möchte, kann dies auf der US-Seite der Suchmaschine tun (einfach hier klicken). Voraussetzung dafür ist jedoch Chrome als Browser. Man merkt schnell: Die Ergebnisse sind erstaunlich akkurat.

Google hat das neue Feature aus mehreren Gründen gelauncht: Nutzer haben so die Möglichkeit, Recherchen zu starten, selbst, wenn sie nicht wissen, wie das Keyword buchstabiert wird. Hintergrund ist natürlich auch die Mobilisierung des Desktop-Internets: Nicht selten hängen Computermonitore heute an Orten, an denen man nicht immer die Hände frei hat. Dass wir es hierbei übrigens mit keinem rein experimentellen Tool, sondern mit einem tatsächlichen Trend zu tun haben, zeigt auch, dass Microsoft die Bing-Suche auf der Spielekonsole Xbox bald komplett per Sprache ermöglichen wird. Home Entertainment wird noch eine Stufe bequemer. Das nur als kleine Erläuterung…

In diesem Zusammenhang bin ich über “The Verbalizer” gestolpert, das Produkt der Werbeagentur Breakfast, die ihren Sitz in New York hat. Die Jungs und Mädels dort haben sich die Frage gestellt, wie sich die Google-Audiosuche aufbohren lässt, um sie natürlicher wirken zu lassen. Das Ergebnis ist der “Verbalizer”:

Out of the box, the Verbalizer connects wirelessly to your computer via Bluetooth and when triggered, opens google.com in a new tab and activates Voice Search. An audio notification is played signaling google is ready for your query, which is spoken into the on-board mic. The board is Arduino compatible and we left some I/O pins open, so it’s easy for anyone to jump in and create something nutty with it.

Hier das Ganze noch einmal in einem Video illustriert:

Die dazugehörige Software wurde auf Basis von Open Source ins Netz gestellt. Ich frage mich, ob auch Infozentren bald auf die Idee kommen, Sprachsuchen lokal für die Laufkundschaft sowie online für die Nutzer anzubieten. Unter den Gesichtspunkten Usability und Barrierefreiheit wäre das doch mal eine feine Idee…

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