ZBW MediaTalk

Heute hatte die ZBW den Mann zu Besuch, der in den vergangenen Tagen für ein wenig Wirbel in der Bibliotheksszene gesorgt hat: Martin Kim Dung-Pham ist der Entwickler, der hinter der iPhone-App EDsync steckt. Das Programm erlaubt es Bibliothekskunden nicht nur, unterwegs entliehene Medien einzusehen, sondern unter anderem auch gleich zu verlängern (ZBW MediaTalk berichtete).

Die App sorgte für spontane Bewegung in der Branche, einige Bibliotheken reagierten nervös, andere lobten den innovativen Ansatz. Damit wir den brennendsten Fragen auf den Grund gehen können, war Kim so nett, bei einem Spontaninterview mitzumachen, das wir heute gleich mitaufgezeichnet haben: Wir plauderten ein wenig über die App, ihren Mechanismus (denn ganz so einfach ist es nicht), die Datenschutzproblematik, neue Features in der Pipeline – und auch über die Trägheit der Branche, wenn es um innovative Entwicklungen geht.


Interview mit EDsync-Macher Kim Dung-Pham (28 Minuten)


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  • CHCH

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    Wäre es möglich, das Interview noch ein wenig zu bearbeiten? Vielleicht mit einem rabiat eingestellten Kompressor die Lautstärke der doch teilweise sehr leisen Interviewpassagen anzuheben?

    Zum Thema Apps und spezifische Bibliotheksanwendungen: Man sollte da m.E. immer im Hinterkopf behalten, ob sie überhaupt notwendig sind. Apps sind immer spezifisch für bestimmte Plattformen. Würden wir in den Bibliotheken halbwegs zeitgemäße Oberflächen anbieten (können), wären Apps in vielen Fällen nicht notwendig.

    Wenn es möglich ist, eine Funktionalität mit HTML & Co abzubilden, sollte das m.E. immer der Weg der Wahl sein.

    Was Bibliotheken natürlich nicht davon entbindet, die Entwicklung solcher Apps durch gut dokumentierte APIs etc. zu ermöglichen und zu fördern.


  • Hi Christian,

    yep – die Audio-Qualität ist wirklich nicht über-olè: doch das Ganze war recht spontan und ich habe mit Garage Band schon an allen Volume-Hebeln gedreht, die möglich waren (dann das laute Soundfile neu importiert und wieder hochgedreht). In den kommenden Aufnahmen passen wir aber noch besser auf, versprochen.

    Zum Thema: Hmja, die Web-HTML-Geschichte halte ich für einen Anfang. Allerdings ist das Schöne an der App (unter anderem), dass du 1.) nicht ständig Kennwörter eingeben musst und 2.) mit einer App Zugriff auf mehrere Bibliotheken hast. Ein mobil-optimiertes Web-Frontend wäre aber auf alle Fälle anzustreben.

    Wir überlegen ebenfalls, die Entwicklung einer Konto-App voranzutreiben, klären derzeit aber noch Dinge ab, da es keinen Sinn macht, wenn ein Hamburger Bibliotheksnutzer irgendwann 15 Apps von lokalen Bibliotheken auf dem Handy haben muss.

    Viele Grüße

    André


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